Nara Petrovič, 25.1 2019

We are witnessing a global epidemic of individualism.
Communities are disintegrating everywhere. When individuals do come together, trying to rebuild communities, they are usually not up to the task. More than 90% of community-building attempts fail. To address this problem, experienced community workers from around Europe created a community incubation programme, CLIPS, funded by ERASMUS+ from 2015 to 2017. CLIPS stands for Community Learning Incubator Programme for Sustainability.

To develop the community incubation programme further, 24 representatives of community organisations from 10 European countries met from January 21 to 25, 2019, at Sunny Hill Association in Slovenia, launching the CLIPS 2 project, funded by ERASMUS+.

There was a clear sense among participants that community is not a luxury, or at least it shouldn’t be. Being part of networks of meaningful relationships is a basic human need. „Community“ is „human being“ in plural, and vice versa, „human being“ is singular of „community“. Our global responsibility is not only to preserve endangered species and ecosystems, but also to preserve the richness of our communities.

Facilitating community building, and quality group work in general, is called for by hundreds, if not thousands, of projects across Europe. The community incubation programme is therefore consolidating innovative methodologies and processes to support diverse groups.

By now community incubation have become rooted in many countries in Europe since CLIPS 1 project ended. CLIPS 2 is going to finetune the incubation programme and spread it further to better serve the real needs of community projects.

Strong communities are the basis of resilience in face of social crises and climate change.

The meeting in Slovenia reassured the participants, community incubation is not only necessary, it is urgent. The community of practice was created, since teaching community building requires walking the talk.

We can only hope that the community incubation programme will contribute to healing the global epidemic of individualism and help communities thrive – both old and new. We also hope group projects will find the community incubator valuable and widely applicable.

Contact person:

Kariin Ottmar / CLIPS trainer
Ecovillage Sieben Linden, germany

kariin@gen-europe.org

von Stella Veciana.


 Das vom Umweltbundesamt geförderte Projekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ beabsichtigt die seit Jahrzehnten weltweit gesammelten Erfahrungen des Ökodorf-Netzwerkes GEN in fünf partnerschaftlichen Kooperationen zwischen jeweils einem Ökodorf und einem gewachsenen Nachbardorf verfügbar zu machen.

 

Zielgruppe des von GEN Deutschland e.V. initiierten Projekts sind ländliche Gemeinden, in welchen Abwanderung und Überalterung, Verlust an Kulturlandschaft und ökologischer Vielfalt sowie soziale und kulturelle Stagnation zu einer schleichenden Not der Bevölkerung sowie ihrer natürlichen Lebensgrundlagen führen. Von einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz ausgehend und mit einem praxisnahen Methoden-Werkzeugkasten arbeitend, unterstützt die Initiative Möglichkeiten einer Trendwende auf dem Lande etwa in Form eines Dorfgemeinschaftshauses, eines Bio-Dorfladens, einer Mitfahrbank oder ortsteileigener Pflanzenkläranlage.

In der ersten Projektphase wurde in interaktiv gestalteten Workshops eine „Nachhaltigkeits-evaluation“ der zehn bundesweit teilnehmenden Dörfer vorgenommen. Die Struktur dieser Bestandsaufnahme beruht auf dem Nachhaltigkeitsdiagramm von GEN: den vier Dimensionen der Nachhaltigkeit, die jeweils in sechs Nachhaltigkeitskriterien unterteilt sind. Zu jedem Nachhaltigkeitskriterium, beispielsweise „nachhaltige Mobilität“, wurden die jeweiligen Herausforderungen, Stärken und Ideen im Dorf ermittelt, um ein Gesamtbild des dringendsten Handlungsbedarf im ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Bereich festzustellen. Als größter Handlungsbedarf der gewachsenen Dörfer ergab sich im Bereich Ökologie die „nachhaltige Mobilität“, bei Ökonomie „lokales Wirtschaften“, im Sozialen „transparente und inklusive Entscheidungsprozesse“ und bei Kultur eine „Gemeinsame Ausrichtung“.

In der zweiten Projektphase wurden unter Einbeziehung lokaler Akteur*innen und regionaler Partner*innen konkrete Umsetzungsideen für Projekte in Form von “Dorf-Nachhaltigkeitsplänen” entwickelt. Diese wurden als partizipativer, sich kontinuierlich weiter entwickelnder Dorf-Aktionsplan konzipiert. Das neuartige Dorfentwicklungs-Werkzeug dient dem Aufbau langfristiger, befruchtender, persönlicher und institutioneller Kooperationsbeziehungen. In den Nachhaltigkeitsplänen der fünf gewachsenen Dörfer wurden insgesamt 41 Projektideen und fünf Modellprojekte beschrieben und die Wirkung jedes Projektes auf die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit ausgewertet.

 

Insgesamt fanden in den Dörfern im Rahmen des Projekts „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ 77 lokale Veranstaltungen mit ca. 1 600 Teilnehmer*innen sowie sechs bundesweite Veranstaltungen mit ca. 150 Teilnehmer*innen statt. In der in Berlin stattfindenden Abschlusskonferenz im September 2018, wurden die Projektergebnisse und -Kernthesen für eine nachhaltige Dorfentwicklung vorgestellt und diskutiert. Hervorgehoben wurde u.a. die Relevanz einer bundesweiten Netzwerkbildung durch einen Schulterschluss der Initiativen für eine zukunftsfähige Dorfentwicklung. Das gelungene Experiment wurde mit einer durch das Umweltbundeamt finanzierte Projektverlängerung bis Ende Februar 2019 gekrönt, während der ein Spielkarten-Set für die Bestandsaufnahme gestaltet und eine Veröffentlichung entstehen sollen. Letztere wird die gewonnen Projekt-Erfahrungen hinsichtlich des Projektprozesses und der Rolle der „Pioniere des Wandels” zusammenfassen.

Die vom Projekt entwickelten Instrumente der Dorfentwicklung finden ein ausgesprochen reges Interesse bei Dorfbewohnern sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft wo immer sie auch präsentiert wurden, vom Netzwerk21Kongress in Dessau bis zur Konferenz: “Entvölkerung auf dem Lande – das Verlassene wieder zum Leben bringen” in Pamplona, Spanien. Als nächstes wird das Projekt auf der Konferenz der Akteure 2019 in Berlin am 29. November 2019 vorgestellt werden.

Alle Ergebnisse sowie ein Film über das Projekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ (siehe auch: https://vimeo.com/292687065) sind auf der Website des Projekts zum Download verfügbar. Hier finden sie einen ausführlicheren Artikel. Für Fragen wenden Sie sich gerne an: uba@gen-deutschland.de

Link zu Artikel: Veciana, S. / Strünke, C. (2018): „Leben in zukunftsfähigen Dörfern. Ein Modellprojekt zur Unterstützung nachhaltiger ländlicher Entwicklung”. In: Neue Ansätze für die Dorf- und Regionalentwicklung, Agrarsoziale Gesellschaft e.V. ASG, Göttingen, 03/2018, S. 26-29.

Bericht vom NextGEN Treffen in Sulzbrunn vom 22.-24.05.2018

Vor dem GEN Deutschland Netzwerktreffen in Sulzbrunn haben sich 15 junge Menschen aus unterschiedlichen Projekten, die sich für einen alternativen Lebens- und Bildungsweg einsetzen, getroffen. Neben jungen Menschen aus Gemeinschaften, Ökodorfern und Kommunen waren auch Menschen der ReiseUni, MOVE Utopia und ProjectPeace zum Netzwerken vertreten.

Die Motivation uns untereinander zu vernetzen und gemeinsame Projekte zu entwickeln hat uns zuammengebracht. NextGEN in Deutschland sichtbar zu machen und zu etablieren sowie uns zu verbinden und auszutauschen war und ist unser Wunsch. Neben viel Austausch über Visionen, Motivationen, und unseren Platz in Gemeinschaft haben wir Ideen entwickelt, den Weg für junge Menschen in Gemeinschaften zu erleichtern. Einige davon waren Ausbildungsplätze in Gemeinschaften zu etablieren, Junior-Genoss*innenplätze anzudenken oder Beratung für Interessierte anzubieten.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, mit NextGEN Deutschland ein regionaler Verknüpfungspunkt der jungen Menschen zwischen den Gemeinschaften, Projekten und unterschiedlichen Bewegungen zu sein. Uns ist wichtig die NextGEN Gruppe nicht auf Alter festzulegen und doch beschäftigen wir uns primär mit den Themen der jungen Menschen rund um Gemeinschaft.

Im Rahmen des Treffens hat sich eine Kerngruppe gebildet, die sich regelmäßig treffen wird, um die Themen weiter zu bearbeiten, ein Netzwerktreffen nächstes Jahr initiieren wird, sowie als klare Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Diese Kerngruppe besteht aus Rosa (Schloss Tempelhof), Karina (Sieben Linden), Luisa (Villa Locomuna), Johannes (ReiseUni), Joachim und Marc. Als direkte Verbindung in den Lenkungskreis der soziokratischen Vereinsstruktur haben wir Luisa als Delegierte des Arbeitskreises Soziales gewählt.

Unser Treffen ging fließend über in die Mitgliederversammlung und das Netzwerktreffen von GEN Deutschland. Dort hatten wir die Möglichkeit, die bewegten Themen u.a. durch Workshops zu vertiefen und sichtbar zu machen.

Voller Motivation und Energie von den beiden Netzwerktreffen freuen wir uns auf gemeinsame Projekte und die dadurch entstehenden Verbindungen!

Herzlichst,

Karina und Rosa

Das GEN-Küchentreffen 2018 fand vom 5. – 7. Februar in der Gemeinschaft Lebensbogen in Zierenberg statt.
Unterstützt von den kraftspendenden Helfensteinen wurde der Auftritt der Küchenvertreter der GEN-Gemeinschaften auf der wechange-Plattform gestaltet und an den Start gebracht. So funktioniert die Vernetzung auch im Alltag und macht die Planung für das nächste Treffen einfacher.

Einigkeit gibt es bei allen Teilnehmenden, dass auch für das nächste Jahr ein Treffen anberaumt wird.

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Im Februar 2017 fand das erste Vernetzungstreffen der Küchenteams von GEN Mitgliedsgemeinschaften am Tempelhof statt. Die Themen waren sehr vielfältig und reichten vom Umgang mit Sonderkost, Finanzen und Abrechnungsmodalitäten, Arbeitszeiten, Hygiene und Sicherheitsbestimmungen, über Bio-Zertifizierung, Kompostierungsmethoden, Zusammenarbeit mit eigenen solidarischen Landwirtschaftsbetrieben, bis hin zu Fragen zu LieferantInnen, Lagerhaltung, Haltbarmachung, Geräteeinsatz, und zur Resteverwertung.

Neben inhaltlicher Arbeit in Kleingruppen je nach Interessenslage gab es Zeit für den persönlichen Austausch und das Teilen von Erfahrungen aus dem besonderen Arbeitsumfeld „Gemeinschaft“. Insbesondere dieser Aspekt des kollegialen Zusammenkommens wurde sehr geschätzt, da die Fragestellungen für Kochteams in Gemeinschaften grundsätzlich anders sind als im normalen Berufsfeld Koch/Köchin.

Vom 24. bis zum 27. 05. 2018 fand das diesjährige Sommertreffen in der jungen Gemeinschaft in Sulzbrunn statt. Es war ein lebendiges Miteinander von Menschen aus unseren Mitgliedsgemeinschaften und von am Gemeinschaftsleben interessierten Menschen.

Die GEN Deutschland Mitgliedsgemeinschaften treffen sich einmal jährlich im Herbst intern für 3-4 Tage, um ihre innere Basis als Netzwerk zu stärken und die Verbindung zwischen den Mitgliedern zu vertiefen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Austausch von Erfahrungen aus dem Gemeinschaftsalltag und dem gemeinsamen Lernen, wie unsere Gemeinschaften die nächsten Schritte zu einer nachhaltigeren Lebensweise bewältigen können.

Ein weiterer Aspekt der Treffen ist das Kennenlernen von Anwärtergemeinschaften, die Mitglied im Netzwerk werden möchten. Wichtig ist uns dabei eine gemeinsame Wertebasis für das gemeinschaftliche Leben.

In einem dichten gemeinsamen Raum entsteht Vertrauen und Nähe, so dass sich die Gemeinschaften mit allen Herausforderungen und Potenzialen zeigen können. Hieraus erwächst neue Energie und Schwung für die Aufgaben in der eigenen Gemeinschaft und Ideen für das weitere Wirken in die Welt.

2017 fand das Treffen in der Gemeinschaft Lebensbogen an den Helfensteinen statt. Neben einem fortgesetzten Austausch zu unseren Werten und Entscheidungskultur in Gemeinschaften, beschäftigten sich die Vertreter der Mitgliedsgemeinschaften mit der weitren Ausarbeitung der soziokratischen Struktur für GEN Deutschland und begannen die konkrete Arbeit in den vier fachlichen Arbeitskreisen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur/ Weltsicht.

Das nächste interne Treffen findet vom 18. – 21. 10. 2018 in der Gemeinschaft Nature Community statt.